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OTZ 21.07.11

 

Ministerpräsidentin in Agrargenossenschaft Schkölen

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hört in der Agrargenossenschaft Schkölen von Geschäftsführer Tino Köbe (re.) von einem innovativen Projekt, die Abwärme aus der Biogasanlage für Fischzucht zu nutzen. Die AGS will eine Halle bauen, um afrikanischen Wels zu züchten und zu vermarkten. Kostproben von frischem und geräucherten Wels aus der Agrargenossenschaft Jesewitz in Sachsen, die ein solches Projekt seit Ende vorigen Jahres betreibt, lagen für die Ministerpräsidentin und weitere Gäste bereit. Schkölen - mit Biokraftwerk und Tomatengewächshaus - war die 18. Station von insgesamt 50 Terminen auf der Energie-Tour der Ministerpräsidentin.

 

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hört in der Agrargenossenschaft Schkölen von Geschäftsführer Tino Köbe (re.) von einem innovativen Projekt, die Abwärme aus der Biogasanlage für Fischzucht zu nutzen. Die AGS will eine Halle bauen, um afrikanischen Wels zu züchten und zu vermarkten. Kostproben von frischem und geräucherten Wels aus der Agrargenossenschaft Jesewitz in Sachsen, die ein solches Projekt seit Ende vorigen Jahres betreibt, lagen für die Ministerpräsidentin und weitere Gäste bereit. Schkölen - mit Biokraftwerk und Tomatengewächshaus - war die 18. Station von insgesamt 50 Terminen auf der Energie-Tour der Ministerpräsidentin.

Agrargenossenschaft Schkölen will mit Abwärme aus ihrer Biogasanlage Speisefisch züchten. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht erfuhr gestern auf ihrer Energie-Tour davon. Noch fehlen die Fördermittel.
Schkölen. Das Interessanteste kam zum Schluss. Als beim gestrigen Besuch von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht(CDU) in der AgrargenossenschaftSchkölen der Landrat, der Bürgermeister und sie selbst gesprochen hatten, da stellte GeschäftsführerTino Köbe das neue Projekt vor: Die Genossenschaft will Fisch züchten, genauer den afrikanischen Wels. "Clarias gariepinus" aus der Familie der Raubwelse tummelt sich vorzugsweise in den warmen BinnengewässernAfrikas, aber auchAsiens. Wegen seines wohlschmeckenden roten Fleisches gewinnt er zunehmende Bedeutung als Speisefisch und wird bereits erfolgreich gezüchtet u.a. inDeutschland mit Hilfe der Abwärme aus Biogasanlagen. Genau das hat jetzt auch die AGSSchkölenvor.

 

Sie plant den Bau einer 30 mal 18 Meter großen Halle, direkt neben dem Bürogebäude am Ortsrand vonSchkölen. Darin sollen künftig Welse bis auf 1,5 Kilo Gewicht heranwachsen, in Becken mit 27, 28 Grad warmem Wasser dank der Abwärme aus der eigenen Biogasanlage der Genossenschaft. "Wir arbeiten seit drei Jahren an der Restwärmenutzung", berichtetTino Köbe von der Entstehung des Welszucht-Projekts, das inThüringenPilotcharakter hat. "Wir brauchen dazu aber die Unterstützung des Landes. Die Fördermittel sind beantragt." In dieser Woche endet die Frist der öffentlichen Ausschreibung. Noch in diesem Jahr soll die Halle gebaut, im nächsten die Fischzucht begonnen werden.

 

Die rohen und geräucherten Fischfilets sowie die zwei lebenden Exemplare, die gestern der Landesmutter gezeigt wurden, stammen ausJesewitz inSachsen. Die dortige Agrargenossenschaft hat ihre Aquakultur-Kreislaufanlage im vorigen Jahr gebaut und züchtet den Wels bereits.Schkölen steht mitJesewitzin engem Kontakt.

 

Christine Lieberknecht war von der Idee offensichtlich angetan. Ob ihr Besuch neuen Schwung in die Fördermittelangelegenheit bringt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

 

Lieberknecht ließ sich in der "Bioenergiestadt"Schkölen die Biogasanlage der AGS, das Bioheizkraftwerk BKS und die Tomatengewächshausanlage derBiowärme Gemüse GmbH zeigen. Später fuhr der Tross zur Firma NestroHainchen und ins Zentrum für Nachwachsende Rohstoffe Dornburg-Camburg. Inklusive der FachhochschuleJenawaren das gestern die Termine 17 bis 21 der "Energie-Tour" durch den Freistaat, die die Ministerpräsidentin in elf Tagen an 50 Stationen bringt.

 

 

Claudia Bioly / 21.07.11 / OTZ
 
Quelle: OTZ